the spirit


in unbekannter Verfasser schrieb einst auf einer Irlandreise eine Hommage an sein Lieblingsgetränk auf eine Papiertüte:

"Guinness. Irelands Best. Es ist schwarz, es ist dick, es ist kühl, es ist perfekt. Durch Irland zu wandern, von Pub zu Pub, ist wie eine Pilgerfahrt. Wir sind Pilger auf der Straße der gelobten Pint. Jünger der schwarzen Brühe. Knechte von Gerste und Malz, Süchtige im Verlangen nach dem weißen, cremigen Schaum. Zu beobachten, wie es gezapft wird, wie die kleinen Bläschen im Glas nach oben perlen, ist unser Mantra. Und dann steht die schwarze Schönheit vor Dir auf dem Tisch, weiß gekrönt. Und sie flüstert lasziv: "Trink mich! Probier mich! Schmeck mich!" Und dann - der erste Schluck. Ein Stückchen Himmel, ein Tropfen Irland - schwarz wie die Hölle, aber lecker wie das Paradies.

Ireland's best - indeed!"

In diesem Geist lebt der Guinness Night Race. Neben der irrationalen Hingabe an ein ausländisches Bier gibt er einem das wundervolle Gefühl, etwas reichlich merkwürdiges zu tun. Wieso man joggt nach anderthalb Litern Bier über 12 Kilometer nach Hause? Weil nicht vernünftig zu sein in einer verrückten Welt wie der unseren nicht nur willkommene Abwechslung, sondern überlebensnotwendig ist. Und wo könnte man das schöner, sportlicher und gemütlicher zelebrieren, als auf Frankfurts Straßen, nachts, gepeitscht von irischer Tanzmusik?

Und wer jetzt nicht sofort das Gefühl bekommt, im nächsten Jahr auch dabei sein zu müssen - der soll sich weiter abends vor den Fernseher setzen, Hansapils trinken und verdammt sein :-)



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